Zwischen Zapfhahn und Kanzel

Warum ich aufgehört habe, mein Leben in Schubladen zu stecken (und warum mich die Debatte zunehmend nervt)…

„Hey Pastor, gibst du mir noch ein Bier?“

Es ist Samstagabend im Bebop. Der Bass wummert laut im Hintergrund, die Luft riecht nach frisch gezapftem Bier, ein wenig Schweiß und guten Gesprächen. Ein paar Stunden später stehe ich vielleicht an der Kanzel. Vielleicht konfiguriere ich aber auch nur die nächste Exegese-Datenbank zur Apostelgeschichte in Logos. Sonntags müssen Pastoren halt arbeiten.

Oft werde ich gefragt: „Simon, was bist du jetzt eigentlich? Pastor? Gastronom? Reiseleiter?“ Heute stehe ich als Techniker am Mischpult und mache guten Sound im Raum. Mehr zählt für mich nicht.

Lange dachte ich, ich müsste mich entscheiden. Ich dachte, ich müsste eine dieser Rollen annehmen und dann darin alles richtig machen. Gott lässt sich aber nicht in Schubladen pressen. Sein Reich auch nicht. Er hat mir viele Rollen gegeben, also bleibe ich bei ihnen. Jede zu ihrer Zeit.

Die Illusion der Trennung.

Wir haben gelernt, unser Leben zu fragmentieren. Hier der Job, dort der Glaube. Hier die Technik, dort die Natur. Aber wenn ich eins in 16 Jahren Seelsorge und 28 Jahren Internet gelernt habe, dann das: Die tiefsten Gespräche finden oft nicht in der Kirchenbank statt, sondern am Tresen oder beim Wandern in der Natur. Wir brauchen Ganzheitlichkeit im aktuellen Zeitgeist!

Wir brauchen Ganzheitlichkeit im aktuellen Zeitgeist!

Simon Birr

Deswegen stehe ich für digitalisierte Kirche. Deswegen stehe ich dafür, Brücken zu bauen.

  • Zwischen der Tradition der alten Worte und der Präzision moderner Software.
  • Zwischen der Einsamkeit vor dem Bildschirm und der Gemeinschaft bei einem Glas Wein.
  • Zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und dem Mut, einfach mal etwas völlig Neues zu starten.

Warum ich das alles mache

Wenn ich Menschen auf Reisen zwischen Norwegen und Italien begleite, dann tue ich das nicht als Reiseverkehrskaufmann. Ich tue es als jemand, der weiß, dass wir in der Weite der Natur Gott oft näher sind als in stickigen Sitzungszimmern.

Wenn ich Organisationen zeige, wie sie digitale Tools nutzen, dann nicht, weil ich Technik um der Technik willen liebe, sondern weil ich glaube, dass wir die beste Botschaft der Welt nicht mit veralteten Methoden in der Versenkung verschwinden lassen dürfen.

2026: Zeit für deine ganze Wahrheit

Dieses Jahr wird für mich das Jahr der Synergien. Ich möchte dich einladen, die Schubladen im Kopf ebenfalls zu öffnen.

Ob wir uns digital bei einem Workshop treffen, gemeinsam auf einem Boot in Albanien sitzen oder uns im Bebop über die existenziellen Fragen des Lebens unterhalten: Es ist immer der gleiche Simon. Mit der gleichen Leidenschaft für das Echte, das Tiefe und das Neue.

Hör auf, dich zu entscheiden. Fang an, alles zu sein.

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