Eigentlich wollten wir wegen der gestrigen Wanderung trotz Schnitzel noch ein wenig schmollen. Unsere Mitarbeiter wissen allerdings ziemlich genau, wie man mit müden und leicht schlecht gelaunten Teenagern umgeht.

Das Frühstück wurde einfach auf elf Uhr verlegt.

Wir konnten ausschlafen, ganz in Ruhe duschen und langsam herausfinden, welche Körperteile nach der Tour von gestern noch funktionieren. Als wir schließlich zum Frühstück kamen, warteten dort Rührei und zwei Kilo Bacon auf uns. Damit war der Friedensvertrag praktisch unterschrieben.

Herausforderungen und ein überraschender Auftrag

Nach diesem sehr entspannten Start hielt Simon eine Andacht über Herausforderungen im Leben. Davon hatten wir gestern am Berg schließlich genug Anschauungsmaterial gesammelt. Manche Herausforderungen sucht man sich selbst aus. Andere stehen plötzlich vor einem und sehen verdächtig nach PapaBear mit einer neuen Wanderroute aus.

Danach gab es eine kleine Überraschung. Lelaina hatte beschlossen, dass unser Gruppenhaus ein bisschen mehr Ordnung vertragen könnte.

Wir haben also aufgeräumt.

Sehr

viel

aufgeräumt.

Klamotten verschwanden vom Boden, Taschen wurden sortiert und Betten wieder als Betten erkennbar. Einige von uns entwickelten sogar ungeahnte dekorative Fähigkeiten, pflückten Blumen und stellten sie in ihre Zimmer.

Am Ende wurde alles kontrolliert. Ein Zimmer verlor ziemlich eindeutig. Dort hat noch nicht einmal eine Maus dauerhaft überleben können. Zum Glück wissen die Bewohner jetzt, dass zwischen „gemütlich bewohnt“ und „biologische Gefahrenzone“ ein gewisser Unterschied liegt.

Jeder macht wieder sein Ding

Nach unserer großen Aufräumaktion begann die Zeit der Workshops. Es ist schon einfach geil. Während andere Freizeiten so aufgebaut sind, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Teens ein gewisses Angebot bereiten müssen, sind die bei uns viel cooler drauf. Die machen einfach das, was ihnen Spaß macht und wir können dabei sein.

Einige gingen angeln, andere fuhren mit dem Kanu über den See. Manche erkundeten die Umgebung oder suchten nach Blaubeeren. Im Haus wurden Taschen bestickt und Blumen gebastelt. Es gab genug Möglichkeiten für alle, die draußen unterwegs sein wollten, und genauso für die Menschen, die heute lieber Couchpotatoes spielen wollten.

Hjartdal passt zu diesem Freizeitkonzept wie die Faust aufs Auge. Die Gegend besteht aus Bergen, Seen, Wäldern und offenen Flächen. Das Haus wiederum beherbergt so viele Sofas, dass wir zu jeder Zeit einen Chillpunkt finden. Das gibt es europaweit eigentlich nirgendwo anders.

Was ist eigentlich Herzflattern?

Nach dem Abendessen begann schließlich unser Herzflattern-Abend.

Was genau dort passiert ist, werden wir Außenstehenden niemals verraten. Es gibt Dinge, die gehören in einen Freizeitblog. Andere gehören ausschließlich den Menschen, die dabei waren.

Vielleicht können wir euch einen winzigen Hinweis geben. Es wurde gelacht, es wurde getanzt und manche Menschen haben erstmals Körperkontakt auf einer Zeitung erlebt.

Mehr erfahrt ihr nicht. Braucht ihr auch nicht. Merkt euch einfach: Ein Bein, das sich auf unserer Freizeit zum Tanze regt, wird im Himmel ganz gewiss nicht abgesägt.

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