Wir sind wieder zu Hause.

Nach einer total entspannten Rückfahrt mit einem richtig guten Busfahrer sind wir wohlbehalten angekommen. Dieses Mal gab es keine Panne kurz vor dem Ziel, keinen spontanen Shuttle und auch keine letzten Kilometer bergauf. Wir konnten einfach im Bus sitzen, schlafen, Musik hören, reden und langsam begreifen, dass unsere Norwegenfreizeit wirklich vorbei ist.

Das fühlt sich immer noch ein bisschen merkwürdig an.

Vor ein paar Tagen waren wir noch mitten in der Wildnis von Hjartdal. Wir saßen am Lagerfeuer, paddelten über den See, liefen durch Moore und diskutierten darüber, ob Carsten oder PapaBear der größere Wanderendgegner ist. Jetzt stehen unsere Koffer wieder zu Hause und enthalten ungefähr doppelt so viel Wäsche wie bei der Abfahrt.

Der schwierige Teil beginnt jetzt

Nun heißt es auspacken, Sachen sortieren und die Wäsche waschen.

Oder, wie einige von uns das vermutlich lösen werden: Den Koffer öffnen, Mama auf die Situation aufmerksam machen und anschließend sehr beschäftigt aussehen.

Zwischen dreckigen Wandersocken, zerknitterten Pullovern und Dingen, von denen niemand mehr genau weiß, wem sie eigentlich gehören, tauchen überall kleine Erinnerungen auf. Ein Stein vom See, ein neues Kleidungsstück aus Oslo, eine bestickte Tasche oder irgendein Gegenstand, der für Außenstehende völlig bedeutungslos aussieht und für uns eine ganze Geschichte erzählt.

Auch unsere Handys sind voll mit Norwegen. Gruppenfotos auf dem Rennevassvarden, Bilder von Seen, Bergen, Lagerfeuern, Oslo und vermutlich einige Aufnahmen, die besser für immer innerhalb der Freizeitgruppe bleiben.

Wir vermissen Norwegen

Wir vermissen die Landschaft, die langen Abende und das Gefühl, mitten in der Natur zu Hause zu sein. Wir vermissen unser Gruppenhaus, die gemeinsamen Mahlzeiten und sogar einige Dinge, über die wir uns vor Ort noch beschwert haben.

Vielleicht vermissen wir irgendwann sogar die Wanderungen.

Das müssen wir allerdings noch gründlich prüfen.

Vor allem fehlen uns die Menschen, mit denen wir diese Zeit erlebt haben. Fast zwei Wochen lang waren wir jeden Tag zusammen. Wir haben gelacht, gesungen, gebetet, diskutiert, gemeinsam Aufgaben gelöst und uns gegenseitig durch schwierige Wege gebracht. Aus vielen einzelnen Erlebnissen ist eine Freizeit geworden, die wir so schnell nicht vergessen werden.

Es war eine sooo tolle Zeit.

War das schon das letzte Abenteuer?

Jetzt beginnt langsam wieder der normale Alltag. Ferien, Familie, Freunde und irgendwann auch wieder Schule. Norwegen bleibt trotzdem bei uns.

Vielleicht hören wir in ein paar Monaten ein Lied aus unserer Freizeitplaylist und sind sofort wieder im Bus. Vielleicht sehen wir eine Flasche Cola und denken an den wertvollsten Quizpreis der norwegischen Berge. Vielleicht reicht auch ein harmloser Satz wie „Wir machen nur einen kleinen Spaziergang“, damit wir plötzlich sehr misstrauisch werden.

Und natürlich bleibt noch eine wichtige Frage offen: Geht es im nächsten Jahr wieder auf ein neues Abenteuer?

Das können wir euch heute noch nicht verraten. Sobald es Neuigkeiten gibt, erfahrt ihr sie auf dieser Seite.

Bleibt also dran.

Bis dahin packen wir unsere Koffer aus, lassen die Wäsche waschen und versuchen, all die Erinnerungen irgendwie festzuhalten.

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