Was für ein Abschluss. Nach all den Wanderungen, Ausflügen und Abenteuern verbrachten wir unseren letzten vollständigen Tag ganz entspannt im Haus. Das tat gut, denn inzwischen waren selbst die Menschen müde, die sonst immer noch irgendwo Energie für eine weitere Runde hatten.
Ein letztes großes Duell durfte allerdings nicht fehlen.
Das Duell um die Welt
Bei unserem eigenen „Duell um die Welt“ traten wir in verschiedenen internationalen Disziplinen gegeneinander an. Wir mussten unser Können, unser Wissen und auch unsere Fähigkeit unter Beweis stellen, völlig absurde Aufgaben mit größtmöglichem Ernst zu erledigen.
Nach knapp zwei Wochen Freizeit wissen wir inzwischen ziemlich gut, wer sportlich ist, wer besonders kreativ denkt und wer auch dann noch selbstbewusst eine Antwort gibt, wenn er wirklich überhaupt keine Ahnung hat.
Es wurde gekämpft, gelacht und um jeden Punkt gerungen. Ein ziemlich passender Abschluss für eine Freizeit, auf der wir ohnehin ständig gemeinsam neue Herausforderungen angenommen haben.
Der Moment, vor dem wir uns gedrückt hatten
Am Abend kam dann der Moment, den wir am liebsten noch ein paar Tage hinausgeschoben hätten: Unser Abschlussgottesdienst.
Wir haben gemeinsam gesungen, gebetet und eine letzte Andacht von Simon gehört. Dabei wurde uns langsam bewusst, dass diese besondere Zeit tatsächlich zu Ende geht. Die vergangenen Tage fühlten sich plötzlich ganz nah an. Die lange Anreise, unser erster angeblicher Spaziergang, die Wanderungen, Oslo, der kaputte Bus, die Workshops, die Abende am Lagerfeuer und all die kleinen Situationen, die vermutlich nur wir verstehen werden.
Natürlich wurde dabei auch ein wenig geweint. Dass gemeinsame Lieder und Rituale an einem solchen Abend so viel auslösen, ist kein Zufall. Untersuchungen zeigen, dass gemeinsames Singen Nähe und soziale Verbundenheit fördern kann. Studien über Jugendfreizeiten beschreiben außerdem, dass intensive gemeinsame Aktivitäten, neue Erfahrungen und die Begleitung durch ein engagiertes Team das Wohlbefinden, persönliche Fähigkeiten und das Gemeinschaftsgefühl junger Menschen stärken können.
Wissenschaftlich klingt das ziemlich ordentlich. Für uns bedeutete es vor allem, dass aus einer Gruppe von Menschen innerhalb weniger Tage eine Gemeinschaft geworden ist, von der man sich nur schwer wieder verabschieden kann.
Ein letztes Mal im Haus aufwachen
Nach unserer letzten Nacht durften wir noch einmal in Ruhe ausschlafen. Danach begann das große Packen und Putzen.
Koffer wurden geschlossen, Schlafsäcke zusammengerollt und die letzten Kleidungsstücke aus irgendwelchen Zimmerecken gerettet. Dinge, die bei der Anreise problemlos in eine Tasche gepasst hatten, beanspruchten plötzlich den Platz eines kleinen norwegischen Gebirges.
Gleichzeitig wurde gefegt, gewischt und aufgeräumt. Nach fast zwei Wochen musste unser Haus schließlich wieder so aussehen, als hätten hier nicht gerade viele Teenager gelebt, gekocht, gebastelt, gesungen und ihre Zimmer zeitweise in schwer zugängliche Sperrbezirke verwandelt.
Dann kam bereits der Bus.
Auf einmal ging alles ziemlich schnell. Das Gepäck wurde eingeladen, wir stiegen ein und ließen unser Zuhause auf Zeit hinter uns.
Danke für diese Freizeit
Wir sind unglaublich dankbar für diese Tage in Norwegen.
Danke an alle, die für uns gebetet haben und unsere Reise aus der Ferne begleitet haben. Danke an die Menschen, die diese Freizeit lange vorbereitet, geplant und organisiert haben. Danke an unsere Fahrer, unser Küchenteam und alle Mitarbeitenden, die Workshops angeboten, Andachten gehalten, Spiele vorbereitet, kleine und große Probleme gelöst und uns durch die norwegische Wildnis geführt haben.
Und danke an alle, die dabei waren.
Wir nehmen viel mehr mit nach Hause als volle Koffer und unzählige Fotos. Wir nehmen neue Freundschaften, gemeinsame Insider, ehrliche Gespräche, überwundene Herausforderungen und Erinnerungen mit, die uns vermutlich noch lange begleiten werden.
Die Zeit ist viel zu schnell vergangen. Gleichzeitig haben wir in diesen Tagen so viel erlebt, dass es sich anfühlt, als wären wir schon ewig gemeinsam unterwegs.
Diese Freizeit war einzigartig. Dafür sind wir von Herzen dankbar.




