Norwegen liefert uns gerade einen richtig guten Tag nach dem anderen. Heute brauchte es dafür keinen großen gemeinsamen Ausflug. Jeder konnte wieder selbst entscheiden, wonach ihm war.
Einige machten sich mit ihren Angeln auf den Weg. Angeln hat bekanntlich viel mit Geduld zu tun und endet gelegentlich mit der Erkenntnis, dass die Fische andere Pläne hatten. Heute lief es besser. Unsere Angler kamen tatsächlich mit einem Fang zurück.
Telemark bietet mit seinen vielen Flüssen und Seen ziemlich gute Bedingungen dafür. In den Gewässern der Region leben unter anderem Forellen, Barsche, Saiblinge und verschiedene Weißfische. Welche Arten vorkommen, unterscheidet sich von See zu See.






Unterwegs auf dem Prestevegen
Andere schnürten erneut ihre Wanderschuhe und machten sich auf den Prestevegen. Der Name bedeutet auf Deutsch ungefähr „Priesterweg“. Dabei handelt es sich um einen alten Weg durch die Berg- und Waldlandschaft zwischen Hjartdal und Tuddal.
Der vollständige Weg führt von Fellessetra nach Hogstul und dauert ungefähr sechs bis acht Stunden. Er verläuft über Waldboden, Moorflächen und steinige Abschnitte und bietet unterwegs immer wieder weite Ausblicke über die Berge von Hjartdal. Markiert ist er mit kleinen Schildern, auf denen ein „P“ zu sehen ist.
Seinen Namen trägt der Weg nicht zufällig. Der Überlieferung nach nutzte ihn früher der Pfarrer aus Hjartdal, wenn er im Sommer nach Tuddal unterwegs war, um dort Gottesdienst zu halten. Meist ritt er auf einem Pferd, musste an manchen Stellen aber offenbar ebenfalls zu Fuß weiter. Sogar eine Übernachtung in einer einfachen Erdhütte gehörte vermutlich zu seiner Reise.
Damit waren unsere Leute heute auf einem Weg unterwegs, den Menschen schon lange vor Wander-Apps, Funktionsshirts und Powerbanks genutzt haben.





Schlaf ist manchmal auch ein Programmpunkt
Einige entschieden sich für eine andere Form der Tagesgestaltung und schliefen besonders lange.
Das war allerdings auch nötig. Wer nachts noch größeren Rambazamba veranstaltet und dabei von den Mitarbeitenden erwischt wird, muss am nächsten Tag schließlich irgendwann die verlorenen Stunden nachholen.
Eine Jugendfreizeit hat ihren eigenen Rhythmus. Tagsüber wird gewandert, geangelt und gespielt. Nachts entstehen offenbar besonders wichtige Gespräche, deren Lautstärke manchmal deutlich über dem Niveau eines vertraulichen Austauschs liegt.
Lachs auf dem Berg
Am Abend wartete das nächste norwegische Highlight auf uns. Unser Küchenteam servierte echten Lachs.
Lachs gehört zu den bekanntesten Lebensmitteln Norwegens und wird dort gebraten, gegrillt, geräuchert, gebeizt oder roh verarbeitet. Neben Kabeljau und Krabben zählt er zu den Meeresprodukten, die besonders stark mit der norwegischen Küche verbunden werden.
Nach einem Tag am Wasser und auf alten Bergwegen passte das ziemlich gut. Unser Küchenteam hat erneut gezeigt, dass wir hier oben kulinarisch kaum etwas vermissen müssen.
Mordermittlungen zum Tagesabschluss
Abends wurde es richtig kriminell.
Zum Glück nur in unserem selbst entwickelten Cluedo-Spiel. Wir hatten eine eigene Geschichte, eigene Rollen und natürlich die Aufgabe herauszufinden, wer hinter dem rätselhaften Verbrechen steckte. Dabei wurde kombiniert, verdächtigt und vermutlich auch einigen vollkommen unschuldigen Menschen mit erstaunlicher Überzeugung die Tat angehängt.
Der Fall wurde irgendwann aufgelöst und wir hatten dabei sehr viel Spaß.




